Nachtrag zu: Sin City rulez

Ich kann das so nicht stehen lassen, der lapidare Nebensatz der auf „sexistische Klischees“ verweist reicht einfach nicht aus.

Der Film ist geradezu überladen von sexistischen Klischees, insbesondere in der optischen Darstellung von Frauen, in der sie zu sexuellen Objekten degradiert werden. „Perfekte“ Körper in „sexy“ Posen, wie es in Comics nunmal leider zu Hauf vorkommt.

Andererseits ist durchaus auch festzustellen, dass alle Frauencharaktere keine Opferrollen einnehmen, sondern als selbstbestimmte Täterinnen agieren (nicht reagieren). Die eine Frau, die eine Opferrolle einnimmt und sich damit zur Verräterin macht, wird am Ende des Films hart dafür bestraft.

Trotzdem bleiben Frauen in Sin City immer nur Nebenrollen, die dem männlichen Helden zur Seite stehen. Film und Comic sind eben eindeutig aus einer männlich-sozialisierten sexistischen Sichtweise heraus entstanden, was die emanzipatorischen Elemente um ein Vielfaches überlagert.

Rodriguez/Tarantino again!

Nach der Zusammenarbeit bei Four RoomsFrom Dusk till Dawn,  Kill Bill Vol. 2 und Sin City kommen Robert RodriguezQuentin Tarantino wieder gemeinsam ins Kino. Diesmal gleichberechtigt neben-einander. Und zwar in einem Double-Feature, zwei Filme auf einmal! Das gibt es nur im:

Grindhouse

Sin City rulez !

Ich hab es geschafft! Hier kommt mein erster „Filmerlebnisbericht“ (ich hasse mich jetzt schon für diese Wortwahl) über Frank Miller´s Sin City und weitere werden folgen.

Zunächst einmal muss festgestellt werden: Sin City zeichnet sich nicht durch seinen Inhalt aus, sondern durch seinen Unterhaltungswert, dadurch wie dieser Film umgesetzt ist und nicht zuletzt auch durch die DarstellerInnen. Tarantino würde sagen, es ist eben kein “film”, sondern ein “movie”! (also ein Film der keinen Inhalt transportieren will, sondern um des Film willens gemacht ist) Inhaltlich sind vor allem Action, Heldentum, Blut und Gewalt (FSK 18), sowie nicht gerade wenige sexistische Klischees vorhanden.

Dieser Film, äh, Movie besticht einfach durch seinen Ideenreichtum, seine Machart, seine Effekte und seine wundervolle, noch nie zuvor gesehene Ästhetik; er wirkt tatsächlich wie ein Comic! Das liegt wohl zum Einen daran, dass die Originalcomics von Frank Miller als Storyboard benutzt wurden und jede Einzelheit (wie etwa Kleidung, Autos, Gesichtszüge, Licht) penibelst nachgestellt wurde. Zum Anderen wohl auch an der Mitwirkung von Frank Miller als Co-Regisseur (neben Robert Rodriguez), der somit seine eigene Comic-Ästhetik im Film einbringen und erneut umsetzen konnte. Weiterlesen