Faster, Pussycat! Kill! Kill!

Faster Pussycat! Kill! Kill!Ein Lieblingsfilm von John Waters (ein weiterer Artikel folgt in Kürze!) soll übrigens Faster, Pussycat! Kill! Kill! von Russ Meyer aus dem Jahr 1965 sein. Ich finde den Regisseur und die Darstellung der Frauen in dem Film eher kritisch, habe den Film aber auch noch nicht ganz gesehen und freue mich deshalb auf heute Nacht.
Denn arte zeigt den Film in der zur Zeit laufenden Trash-Reihe heute um 00:10 Uhr, die Wiederholung ist am 1.April um 00:30 Uhr. Ein Text zum Film auf den arte-Seiten lässt auch bezüglich des Frauenbildes hoffen. Ich klaue den einfach mal von hier:

Mit „Faster, Pussycat! Kill! Kill!“ mixt Russ Meyer – bekannt als Softporno-Filmemacher mit einer ausgeprägten Schwäche für große Oberweiten – einen wilden Cocktail aus Action, Sex und Gewalt. Tura Satana in der Rolle der diabolischen Varla stellt erstmals in einem Russ-Meyer-Film eine Frauenfigur dar, die nicht devotes Sexobjekt ist, sondern die sich – prügelnd, mordend und sexuell aggressiv – gegen die Männerwelt auflehnt. Anders als in vielen anderen Filmen frönt Russ Meyer zwar auch hier seiner Vorliebe für vollbusige Frauen, doch „Faster, Pussycat! Kill! Kill!“ enthält nicht eine einzige explizite Nacktszene. Die Erotik bleibt stets in der Andeutung, außerhalb der Bildfläche – und ist gerade darum omnipräsentes Charakteristikum des Films. Nach „Lorna“ (1964), einem Drama in Schwarz-Weiß, führt der Filmemacher auch in dieser Low-Budget-Produktion, die in nur einer Woche gedreht wurde, neue Motive und Themen ein, die spätere Produktionen dominieren: Die zentrale Frauenfigur mit drallem Busen, das Thema der sexuellen Frustration und ihre gewalttätige Entladung, die schonungslose Darstellung eines einfältigen ländlichen Kleinbürgertums und die Konfrontation mit einer durch unumstößliche Moralvorstellungen verhärteten Ordnung.
„Faster, Pussycat! Kill! Kill!“ avancierte in den 80er Jahren durch seine Thematisierung weiblicher Dominanz und Gewalt zum häufig zitierten Kultfilm, mit dem Russ Meyer sich ebenso überzeugte Fans wie Feinde schaffte.

Auf jeden Fall kritisch ist aber (mal wieder!) der deutsche Titel des Films: „Die Satansweiber von Tittfield“. Wie gut, dass arte den Film OmU zeigt!
Auch gebloggt wurde über den Film z.B. hier und hierund hier und hier.

John Waters

John WatersNach der wundervollen Doku „Schau mir in die Augen, Kleiner“ habe ich große Lust bekommen Filme von John Waters zu sehen. Dabei war ich überrascht in meiner unübersichtlichen und unsortierten Videosammlung neben Cry Baby noch einen Film zu finden: Pecker. Klar wusste ich, dass ich den Film habe, aber eben nicht, dass der auch von John Waters ist. Jetzt wurde mir der Film durch dieses Wissen natürlich um einiges klarer ;-) Schnell hab ich mir noch einige andere Filme bestellt und geliehen… (und, ich geb’s zu, in ziemlich verwirrender Reihenfolge gesehen) Weiterlesen

Schlingensief-Night

Ha, ha, ha!

Ich wollte mit FreundInnen zusammen  eine Schlingensief-Filmnacht veranstalten, ohne dass irgendwer wirklich bereits Erfahrung mit dessen Filmen gesammelt hatte. Ich hatte schon so zwei oder drei Schlingensief-Filme gesehen und konnte mir vorstellen was auf mich zukommt. Allen andern habe ich halt was von german-trash, splatter, schlechte und dadaurch unterhaltsame Filme erzählt. Das Ergebnis:

Eine Person hat sich mit mir köstlich amüsiert. Zwar wurde der Film nicht wirklich verstanden (wenn das überhaupt irgendwie möglich sein soll), aber es war zumindest erheiternd. Alle anderen guckten sich ratlos an und waren ziemlich schockiert!

Wie kann so etwas sein, überhaupt existieren? Was soll hier gesagt werden? Gab es eine Story, einen roten Faden? Was soll das? – völlige Ratlosigkeit.

Die Christoph Schlingensief-Night ist also nicht über den einen (!) Film Das deutsche Kettensägenmassaker hinaus gekommen. Denn niemand  traute sich zu noch so einen Film auszuhalten. *g*

Ich bin gespannt, ob sich nochmal jemand dafür bereit erklärt andere Werke Schlingensiefs mit mir zu gucken. Denn ich weiß zwar auch nicht wirklich was damit anzufangen, interessiere mich aber trotzdem sehr für all die anderen Filme, die ja teilweise auch eine wirklich spannende Story (oder zumindest den Hintergrund für eine evtl. auftauchende Story) versprechen. Nur alleine kann ich mich auch nicht dazu überwinden solche Filme anzusehen ;-)

Alles in allem: wohl ein grandioser Erfolg im Sinne Christoph Schlingensiefs >>> verstörend !!!