STOP MTV’s remake of The Rocky Horror Picture Show


Stop the Remake of The Rocky Horror Picture Show

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Kinderstimmen zu Armut und Reichtum

Ein ganz niedliches und schönes Video aus der Sendung mit der Maus:


(via Popsyndikalist, Ist es tatsächlich verkürzt oder sagt es eigentlich alles?)

Mein Lieblingszitat ist auf jeden Fall:

Wenn man geboren wird, dann ist man ja auch erstmal arm.
Weil man da ja erstmal keine Anziehklamotten hat.

Du bist Deutschland Part II

…und ich bin immernoch nicht Deutschland und will es auch nie sein!!!
Der neue Spot: wie immer mit Gänsehaut-Garantie!

Aber im Gegensatz zu Bigmouth, bei dem mensch noch viel mehr darüber lesen und sich auskotzen kann, halte ich das alles für völkische Scheiße!

Das Sommermärchen nach 1945

Ein absolutes TV-Highlight gab es heute auf dem SWR:
Ein Paradebeispiel für die Zusammenhänge von Politik und Fußball! Oder genauer gesagt, von Fußball und Faschismus.
Der Scan aus der Fernsehzeitung sagt eigentlich alles und braucht wohl nicht mehr kommentiert werden ;)
Hitlers Sommermärchen

Ein ganz gewöhnlicher Jude

Einer der wenigen Filme, die es schaffen trotz nur einer einzigen Rolle und (fast) nur einem einzigen Raum in dem der Fim spielt zu brillieren. Emanuel Goldfarb (Ben Becker), Mitglied der jüdischen Gemeinde Hamburg, bekommt von ebendieser einen Brief weitergeleitet; eine Einladung eines Lehrers einer 8. Schulklasse, der einen „Vertreter Ihrer Glaubensgemeinschaft“ zur intensiveren Berabeitung des Themas Judentum in den Unterricht einbinden möchte. Soviel zur Einleitung. Den gesamten Rest des Films füllt die Antwort auf diese Einladung, die Goldfarb in sein Diktiergerät spricht.
Sehr verkürzt geht es um die (Un)Möglichkeit von Normalität für deutsche Juden/jüdische Deutsche/Juden in Deutschland, die gleichermaßen Anti- und Philosemitismus ständig ausgesetzt sind. Die gesamte Fülle des Films, bzw. der Rede kann hier nicht wiedergegeben werden.
TAZ und Jungle World haben über den Film abgekotzt und natürlich ist es schwierig dem Regisseur Hirschbiegel den „Untergang“ zu verzeihen. Das geht und soll auch absolut gar nicht!!! Trotzdem kann es passieren, wie hier und wie auch schon bei „Das Experiment“ und „Mein letzter Film“ (ebenfalls ein Kammerspiel), dass er auch mal einen guten Film macht. Es ist nunmal kein Film für die antideutsche Avantgarde, die natürlich nichts vom Positivrassismus ala Philosemitismus hören und es wieder besser wissen will, einE bessereR JüdIn sein will, als der Autor Charles Lewinsky. Vielleicht ist das zu hart von mir und eine gewisse Kritik berechtigt. Aber es ist halt „nur“ ein Hirschbiegel-Film der um 20.15 Uhr in der ARD läuft.
Die Szene jedoch, in der Martin Walser erwähnt wird („Ich kann diesen Ach-wie-war-das alles-schrecklich-Reflex genauso wenig leiden wie Martin Walser.“), ist eindeutig zweideutig zu verstehen; und besonders im Kontext der nachfolgenden Sätze nicht so, wie es die Jungle World eindeutig festzumachen glaubt.

Stille Wasser

Stille Wasser (Eaux profondes, 1981) lief vor wenigen Tagen auf 3Sat. Und mehr als die 3Sat-Site kann ich auch nicht sagen. (Vorsicht, 3Sat is voll der Spoiler!)
Deep Water
Mich würde die Meinung von denjenigen interessieren, die diesen Film kennen und sich als polyamorös (Wiki: Polyamorie) bezeichnen.

Ich finde, der Film ist ein gelungener Thriller, der nicht besonders spannend, aber trotzdem fesselnd gemacht ist. Die Story ist interessant und ungewöhnlich, sehr gut umgesetzt und dabei noch gut besetzt (Isabelle Huppert, Jean-Louis Trintignant).

Auch wenn dieser Text hier eher unmotiviert und beinahe lustlos erscheint, ist der Film auf jeden Fall empfehlenswert!

Sophiiie!

Sophie, „Kurzform von Sophiiie!“, ist schwanger. Aber sie weiß nicht von wem und vor allem nicht was sie tun soll. Auf der Suche nach einer Antwort irrt sie eine Nacht lang durch die Stadt; mit dem Motorrad ihres Freundes, der sich mehr Sorgen um die Karre macht als um sie, in Taxen, in denen sie die Fahrer fragt: „Wohin soll´s gehen?“, durch Bars und Puffs und teure Hotels, sie betrinkt sich, sie raubt Leute aus, um an Geld zu kommen, sie bringt sich ständig in Gefahr. Und fast überall begegnen ihr männliche Sexualität, Gewalt, Vergewaltigungsandrohung, sexuelle Übergriffe – meist alles auf einmal. Nur selten findet sie in dieser Nacht Verständnis. Aber auch das kommt immer im falschen Moment. Sie kann nicht damit umgehen. Da kommt sie fast noch besser mit einer Horde von Männern zurecht, die nicht eingreifen bei einer versuchten Vergewaltigung, aber klein beigeben, wenn Sophie einen am Schwanz nach draußen zieht und droht, ihn mit einer Glasscherbe abzuschneiden. Sie kann sich noch wehren, aber manchmal auch nicht. Oft ist Sophie (Katharina Schüttler)ihre einzige Waffe ihre Hilflosigkeit. Bis sie ihr Kind verliert und dafür noch beschimpft und verurteilt wird, wieder nur auf Unverständnis stößt. Am Ende kann sie nichts mehr aushalten. Sie kann nicht mehr. Auch die Fröhlichkeit von polnischen Cowboys, die nach dieser Nacht wie rettende Engel wirken, kann sie nicht mehr retten…
Sophiiie! (2002) ist ein Film über den Zustand der Verwirrtheit wenn mensch nicht mehr weiter weiß. Über das nicht-mehr-ertragen-können. Über Lichtblicke, die schnell wieder im Schatten verschwinden. Über das brutale Leben, das einem selbst so fremd vorkommt. Über einen Augenblick, in dem eine lebenswichtige Entscheidung getroffen werden muss, der sich quälend lang dahin zieht, bis es zu spät ist.
Der Film ist fesselnd, abwechslungreich, spannend, überraschend, mitreißend, realistisch und traurig und es schwingt ein feministischer Subtext mit. Ein Film, bei dem mensch sagen möchte, dass es ein toller/guter/großartiger Film ist, aber nichts davon passen will.