Rassistischer Ausfall in der EXIT

Die kostenlose Schwulenzeitschrift für das Ruhrgebiet Exit aus dem Hause publigayte verfehlt mit dem Cover der Dezember-Ausgabe wohl etwas das Ziel. Zum Titelthema der steigenden HIV-Infektionszahlen wird ein dunkelhäutiger Mann mit Weihnachts-mannmütze gemeinsam mit der Schlagzeile „Schwarze Aussichten für nächstes Jahr“ abgebildet. Solch eine rassistische Stereotypisierung des „schwulen Negers“, der AIDS verbreitet, wirkt einfach nur wie ein Schlag ins Gesicht. Mir fällt es sehr schwer das noch als eine unüberlegte, unreflektierte oder dumme Handlung abzutun. Das ist einfach purer Rassismus, der hoffentlich für viele viele LeserInnenbriefe und Beschwerden sorgen wird. Und vielleicht auch für einen Boykott der Auslegestellen; zumindest bis sich auf dem Titelblatt der nächsten Ausgabe für diesen Ausfall (bzw. Auswurf) entschuldigt wird!

exit_cover
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5 Kommentare

  1. […] sondern eine mehrfache Verumglimpfung und Entgleisung, die sich Exit da geleistet hat. Blogger Takatukaland schreibt sehr zu […]

  2. Echt unverschämt…eine Schwulenzeitschrift sollte da vielleicht ein ganz klein wenig taktvoller agieren…

  3. […] hat darüber zuerst das TakaTukaLand, darauf aufmerksam geworden bin ich durch den Schwarzen Blog, der empfielt, an die […]

  4. Hallo zusammen!

    Die Kritik ist natürlich völlig berechtigt. Und ich entschuldige mich an dieser Stelle in aller Form für diesen schweren Missgriff, den ich persönlich zu verantworten habe.

    Allerdings war es nicht meine Absicht, einen Zusammenhang zwischen Bild und Schlagzeile herzustellen. Das tun wir bei der EXIT so gut wie nie. Das Foto ist i.d.R. reiner Blickfang. Die Schlagzeile orientiert sich am Aufmacherthema oder einem größeren Artikel im Heft. Ich weiß, dass das erstmal nen anderen Eindruck macht, aber es war wirklich ein Unfall und spiegelt in keiner Weise meine persönliche oder politische Geisteshaltung wieder.

    Ihr könnt ja gerne mal nach Marc Kersten googeln. Ich bin seit 25 Jahren politisch aktiv. Mit 14 hab ich Infostände gegen Ausländerfeindlichkeit organisiert. 1993 bin ich aus Protest gegen die faktische Abschaffung des Asylrechts aus der SPD ausgetreten. Ich habe dieses Jahr Wahlkampf für barack Obama gemacht, den wir auch auf einem EXIT-Cover hatten. Und so könnte ich noch vieles mehr schreiben, um zu demonstrieren, dass ich niemals absichtlich/bewusst eine negative, rassistisch deutbare Konnotation wählen würde. Ich schüttel ja selber innerlich den Kopf, wie ich das nicht sehen konnte, als ich am Layout saß. Ich war offenbar übermüdet und unkonzentriert und habe unter Zeitdruck mangelnde Sensibilität walten lassen.

    Aber bitte Leute: Unterstellt uns keinen Rassismus, jedenfalls keinen bewussten.

    Eine ausführliche Entschuldigung steht inzwischen auch auf unserer Website:

    http://exit.publigayte.com/Artikel.658+M5846c1f1606.0.html

    Solidarische Grüße,

    von jemandem der genauso wie Ihr gegen jede Fotm von Rassismus eintritt und dem die ganze Sache extremst peinlich ist.

  5. Ich möchte trotz dieser Entschuldigung nochmal auf den Schwarzen Blog verweisen. Insbesondere auf den Kommentar von Mssandra, dem ich mich ganz und gar anschließe.


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