Ein ganz gewöhnlicher Jude

Einer der wenigen Filme, die es schaffen trotz nur einer einzigen Rolle und (fast) nur einem einzigen Raum in dem der Fim spielt zu brillieren. Emanuel Goldfarb (Ben Becker), Mitglied der jüdischen Gemeinde Hamburg, bekommt von ebendieser einen Brief weitergeleitet; eine Einladung eines Lehrers einer 8. Schulklasse, der einen „Vertreter Ihrer Glaubensgemeinschaft“ zur intensiveren Berabeitung des Themas Judentum in den Unterricht einbinden möchte. Soviel zur Einleitung. Den gesamten Rest des Films füllt die Antwort auf diese Einladung, die Goldfarb in sein Diktiergerät spricht.
Sehr verkürzt geht es um die (Un)Möglichkeit von Normalität für deutsche Juden/jüdische Deutsche/Juden in Deutschland, die gleichermaßen Anti- und Philosemitismus ständig ausgesetzt sind. Die gesamte Fülle des Films, bzw. der Rede kann hier nicht wiedergegeben werden.
TAZ und Jungle World haben über den Film abgekotzt und natürlich ist es schwierig dem Regisseur Hirschbiegel den „Untergang“ zu verzeihen. Das geht und soll auch absolut gar nicht!!! Trotzdem kann es passieren, wie hier und wie auch schon bei „Das Experiment“ und „Mein letzter Film“ (ebenfalls ein Kammerspiel), dass er auch mal einen guten Film macht. Es ist nunmal kein Film für die antideutsche Avantgarde, die natürlich nichts vom Positivrassismus ala Philosemitismus hören und es wieder besser wissen will, einE bessereR JüdIn sein will, als der Autor Charles Lewinsky. Vielleicht ist das zu hart von mir und eine gewisse Kritik berechtigt. Aber es ist halt „nur“ ein Hirschbiegel-Film der um 20.15 Uhr in der ARD läuft.
Die Szene jedoch, in der Martin Walser erwähnt wird („Ich kann diesen Ach-wie-war-das alles-schrecklich-Reflex genauso wenig leiden wie Martin Walser.“), ist eindeutig zweideutig zu verstehen; und besonders im Kontext der nachfolgenden Sätze nicht so, wie es die Jungle World eindeutig festzumachen glaubt.

Geld gespart

Na, da hab ich doch von vornerein Recht gehabt!
Zumindest wenn ich die vielen Blogeinträge zu Frank Miller´s Comicverfilmung 300 lese. Ich danke den AutorInnen, dass ich so etwas Geld sparen kann oder doch lieber einen guten Film im Kino sehen werde.

Der Filmblog. ist gleich 1, 2, 3 mal zu empfehlen. Sehr ausführlich wirds bei agitpop. Mehr Quellen findet ihr schon selbst.

Und das Video, das im Filmblog. schon gepostet ist, muss ich unbedingt klauen.
Gefällt mir viel besser als der Trailer ;-)

ganz viel kunst

…mit nur einem Strich! Sehr schön und faszinierend:

gezeichnet von Roland Brückner, gefunden auf dem Beatpunk Blog

Stille Wasser

Stille Wasser (Eaux profondes, 1981) lief vor wenigen Tagen auf 3Sat. Und mehr als die 3Sat-Site kann ich auch nicht sagen. (Vorsicht, 3Sat is voll der Spoiler!)
Deep Water
Mich würde die Meinung von denjenigen interessieren, die diesen Film kennen und sich als polyamorös (Wiki: Polyamorie) bezeichnen.

Ich finde, der Film ist ein gelungener Thriller, der nicht besonders spannend, aber trotzdem fesselnd gemacht ist. Die Story ist interessant und ungewöhnlich, sehr gut umgesetzt und dabei noch gut besetzt (Isabelle Huppert, Jean-Louis Trintignant).

Auch wenn dieser Text hier eher unmotiviert und beinahe lustlos erscheint, ist der Film auf jeden Fall empfehlenswert!