
Kanak Attak ist der selbstgewählte Zusammenschluß verschiedener Leute über die Grenzen zugeschriebener, quasi mit in die Wiege gelegter "Identitäten" hinweg. Kanak Attak fragt nicht nach dem Paß oder nach der Herkunft, sondern wendet sich gegen die Frage nach dem Paß und der Herkunft. Unser kleinster gemeinsamer Nenner besteht darin, die Kanakisierung bestimmter Gruppen von Menschen durch rassistische Zuschreibungen mit allen ihren sozialen, rechtlichen und politischen Folgen anzugreifen.
Lesben und Schwule, ich sage, tot sollen sie sein. Ich traue Babylon für keine Sekunde. Ich gehe und erschieß Schwule mit einer Waffe.
Dies ist eine von vielen Textzeilen des Reggae-Stars Sizzla, die zu Mord an Schwulen und Lesben aufrufen. Sizzla will in diesen Monat durch Deutschland touren. Nachdem in Hamburg bereits ein Konzert abgesagt wurde, gibt es jetzt noch ein zweites Konzert in Wuppertal.
Da der Wuppertaler U-Club in regelmäßigen Abständen solche Konzerte veranstaltet, wurde die Kampagne U-Club dichtmachen ins Leben gerufen. Diese bemüht sich die homophoben Auftritte zu verhindern, aber auch längerfristig auf die Location Druck auszuüben. Es sind mehrere kreative Aktionen geplant.
In Berlin organisiert das Bündnis smash homophobia eine Demonstration gegen das Konzert.

Außerdem gibt es noch in München und Stuttgart Konzerttermine, die nur darauf warten abgesagt werden.
Achtet auf weitere Ankündigungen für Proteste gegen die einzelnen Konzerte oder startet selber was in den einzelnen Städten!!!
Die Tourdaten sind:
25.11. Wuppertal – U-Club
26.11. Berlin – Kesselhaus
27.11. München – Backstage
28.11. Wuppertal – U Club
29.11. Stuttgart – Zapata
Fight homophobia!
+++ Update +++
In Wuppertal protestierten etwa 50 Personen gegen den ersten Auftritt von Sizzla, der aber ohne Zwischenfälle stattfand. Am Samstag folgt der zweite Anlauf.
In Berlin gab es kurzfristige Verwirrungen, nachdem das Kesselhaus das Konzert abgesagt hatte und spontan in Huxley’s Neue Welt verlegt werden sollte. Dort wurde sich aber letztlich ebenfalls gegen die Durchführung eines homophoben Konzerts entschieden. Voller Erfolg also :)
via black.in.nrw
Drama in Wien: der 21 jähriger Afro – Österreicher Mohamed A. wurde 8 Tage in Abschiebehaft festgehalten und beinahe abgeschoben. Mohamad A. wartete morgens etwas zu früh vor einer noch verschlossenen Bücherei und wurde dort aus nicht bekannten Gründen von einem Polizeibeamten einer Personenkontrolle unterzogen. Als er sich nicht ausweisen konnte, wurde er festgenommen. Auf dem Revier nannte der erkennbar geistig und sprach behinderte Mann seinen Namen und die Wohnadresse und konnte auch seinen Haustürschlüssel vorweisen. Zu einer Überprüfung der Angaben im Meldeauskunftsregister oder zur Verständigung der Eltern kam es nicht, stattdessen wurde er als Illegaler klassifiziert, es erging ein Abschiebebescheid und er wurde zum Zweck der Abschiebung sofort in Haft genommen. Der mittlerweile eingegangene Vermisstenanzeige und der persönlichen Suchaktion seiner besorgten Eltern wurde nicht nachgegangen. Erst kurz vor der Abschiebung des Mannes in den Sudan konnte er durch Intervention einer Beamtin, die zufällig von dem Geschehen gehört hatte, gerettet werden.
mehr filmchen und mehr infos zur pink-rabbit-kampagne der natufreundejugend berlin auf: www.pink-rabbit.org
via zeitrafferin
…for example like this ;)
Die kostenlose Schwulenzeitschrift für das Ruhrgebiet Exit aus dem Hause publigayte verfehlt mit dem Cover der Dezember-Ausgabe wohl etwas das Ziel. Zum Titelthema der steigenden HIV-Infektionszahlen wird ein dunkelhäutiger Mann mit Weihnachts-mannmütze gemeinsam mit der Schlagzeile “Schwarze Aussichten für nächstes Jahr” abgebildet. Solch eine rassistische Stereotypisierung des “schwulen Negers”, der AIDS verbreitet, wirkt einfach nur wie ein Schlag ins Gesicht. Mir fällt es sehr schwer das noch als eine unüberlegte, unreflektierte oder dumme Handlung abzutun. Das ist einfach purer Rassismus, der hoffentlich für viele viele LeserInnenbriefe und Beschwerden sorgen wird. Und vielleicht auch für einen Boykott der Auslegestellen; zumindest bis sich auf dem Titelblatt der nächsten Ausgabe für diesen Ausfall (bzw. Auswurf) entschuldigt wird!
Ein ganz niedliches und schönes Video aus der Sendung mit der Maus:
(via Popsyndikalist, Ist es tatsächlich verkürzt oder sagt es eigentlich alles?)
Mein Lieblingszitat ist auf jeden Fall:
Wenn man geboren wird, dann ist man ja auch erstmal arm.
Weil man da ja erstmal keine Anziehklamotten hat.
Das hier hab ich zufällig bei dict.cc entdeckt. Ich kannte dieses Online-Wörterbuch für deutsch-englisch und englisch-deutsch Übersetzungen bisher noch nicht. Aber es scheint echt sympatisch zu sein:

Für mehr solcher wundervollen Übersetzungsbeispiele mach einfach mit. dict.cc ist ein offenes Projekt, an dem alle mitwirken können…